|
Was ist die Definition des Begriffs Radioökologie?
Radioökologie ist eine Wissenschaft die sich mit der Ausbreitung von Radionukliden in Ökosystemen
beschäftigt. Dabei spielt insbesondere die Strahlenbelastung des Menschen, die sich aus der Aufnahme oder Exposition von natürlichen oder künstlichen radioaktiven Stoffen ergibt, eine zentrale Rolle.
Radionuklide können sich über verschiedene Pfade, den so genannten Expositionspfaden, in der Umwelt
ausbreiten und von Biomedien aufgenommen, wieder ausgeschieden, oder angereichert werden. Die Radioökologie schätzt aufgrund von bekannten Ausbreitungsparametern mit mathematischen Methoden und unter zu Hilfenahme
von gesetzlichen Vorschriften („Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Ermittlung der Strahlenexposition durch die Ablagerung radioaktiver Stoffe aus kerntechnischen Anlagen oder Einrichtungen“, die StrlSchV abgekürzt
wird), für jedes Radionuklid und für jeden Expositionspfad die potenzielle Strahlenbelastung des Menschen ab.
In den letzten Jahren ist neben dem Focus auf die Strahlenexposition des Menschen, international
die Frage nach den Auswirkungen von Radioaktivität
auch auf die belebte und unbelebte Umwelt ausgedehnt worden. Damit wird ein mehr holistischer Ansatz verfolgt, nicht nur den Menschen, sondern das gesamt Ökosystem oder Teilökosysteme unter dem Aspekt des Strahlenschutzes zu betrachten.
Disclaimer/Impressum
Copyright 1999 - 2007 © Environmental Studies
|