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Risiken & Nachteile bei Schiffsbeteiligungen
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Schiffsbeteiligungen bieten maximale Rendite bei minimalem Risiko......so, oder so ähnlich werben gelegentlich Vertreiber von Schiffsfonds.
Grundsätzlich gilt zunächst,
dass der Beitritt zu einem Schiffsfonds eine unternehmerische Beteiligung darstellt, die mit entsprechenden Chancen, aber auch Risiken
verbunden ist. Es gilt die Regel, je höher die mögliche Rendite, desto größer ist auch das Risko.
Im Folgenden wollen wir
Ihnen die Risiken von Schiffsfonds detailliert darstellen:
Aspekte, auf die weder die
Schiffartgesellschaft noch der Anleger Einfluss haben, sind:
- Änderungen in der Rechtsprechung
- Änderung in den
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen (Inflation, Konjunkturschwankungen)
Beteiligungen an Schiffsfonds
konnten bis vor wenigen Jahren während der Laufzeit oft nur mit erheblichen Verlusten verkauft werden. Investitionen in Schiffsfonds stellen immer eine langfristige
unternehmerische Beteiligung dar, meist über eine Zeit von 12-16 Jahren. Für Schiffsfonds bestand bis 2004 fast kein Zweitmarkt: die Anteile konnten weder an der
Börse noch auf einem außerbörslichen Zweitmarkt gehandelt werden. Darüberhinaus nahm und nimmt die Fondsgesellschaft Anteile eines Investors während der Laufzeit nicht
zurück. Daher sind die Beteiligungen nur sehr schwer und in der Regel mit Abschlägen wieder zu Geld zu machen. Anteilszeichner sollten das einzusetzende Geld während dieser
Zeit sicher nicht benötigen. Allerdings existiert in der Zwischenzeit auch für Schiffsfonds ein Zweitmarkt. Generell gilt für den Anleger, der seinen Anteil vorzeitig zu Geld machen möchte: Je seriöser und je weiter
verbreitet der Schiffsfond ist, desto besser und schneller können Anteile verkauft werden.
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Schiffsfonds eignen sich nicht für Kleinanleger
Beteiligungen an Schiffsfonds sind meist ab 20000 Euro aufwärts möglich. Darüber hinaus sollte beachtet werden, dass als Regel nicht mehr als 10% des Vermögens in einen Schiffsfond
investiert werden sollten. Da geschlosse Schiffsfonds zudem nicht in das Portfolio von Dachfonds oder ähnlichen Produkten aufgenommen werden, kommen Schiffsbeteiligungen für
die meisten Kleinanleger nicht infrage.
Probleme mit der Fertigstellung des Schiffes
Häufig werden die zu vercharternden Schiffe erst für die Fondsgesellschaft gebaut. Da kann es vorkommen, dass das Schiff nicht zum vertraglich vereinbarten Termin fertig gestellt wird,
wodurch sich Ausfälle bei der Charter ergeben. In dem Herstellungsvertrag sollten solche Ausfallklauseln mit entsprechenden Haftungsgarantien des Schiffsbauers enthalten sein.
Währungsrisiko
Da die meisten Charterverträge in US- Dollar abgeschlossen werden, besteht für deutsche Investoren ein Währungsrisiko (mehr Infos). Solche Währungsrisiken werden heute meist
versichert.
Bauliche Mängel des erstellten Schiffes
Bauliche Mängel eines neuen Schiffes können ebenfalls zu Einbußen in der Charter führen und sollten im Vertrag entsprechend abgesichert sein.
Chartereinnahmen
Der wirtschaftliche Erfolg eines Schiffsfonds wird wesentlich durch die Höhe der Chartereinnahmen und die Laufzeit des Chartervertrags beeinflusst. Ändern sich die
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, kann es schnell zu Veränderungen in den Chartereinnahmen kommen. Zurzeit werden aufgrund des sehr großen Bedarfs auf dem
Weltmarkt, insbesondere durch China ausgelöst, sehr hohe Charterraten für bestimmte Schiffstypen erzielt. Die Charterraten unterliegen aber zyklischen Veränderungen und waren
z.B. noch vor einigen Jahren deutlich niedriger als heute. Wichtig ist auch zu wissen, dass Charterer häufig ein Sonderkündigungsrecht eingeräumt bekommen, für den Fall, dass
außergewöhnliche Umstände eintreten (Terrorismus, Krieg etc.) oder ihre Vertragspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen können. Damit besteht das Risiko, dass ein Charterer
von seinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch macht und sich die fest vereinbarten Einnahmen nicht realisieren lassen.
Dauer der Charterverträge
Findet ein Schiff nach dem Ende eines Chartervertrages keine weitere Beschäftigung, gibt es also keine Anschlusscharter oder kann es nicht zu zufriedenstellenden Konditionen verchartert
werden, führt dies zu Einbußen in der prognostizierten Gewinnkalkulation. Dies gilt auch, wenn der bestehende Chartervertrag nicht ordnungsgemäß erfüllt wird.
Verkauf des Schiffes mit Verlusten
Der Verkauf des Schiffes spielt ebenfalls in der Gesamtrechnung eines Schiffsfonds eine wichtige Rolle.
Es ist allerdings nicht möglich jetzt schon die Marktpreise für Schiffe in 10 oder 16 Jahren zu kennen. Deswegen kalkulieren die Fondsgesellschaften mit Erfahrungswerten, mit aktuellen
Preisen und mit Prognosemodellen. Wird der prognostizierte Wert später nicht erreicht, mindert das entsprechend die Rendite.
Fazit
Schiffsfonds bieten bei seriöser Planung und wenn die Marktfaktoren stimmen, für vermögende Investoren, die das eingesetzte Kapital während der Laufzeit nicht benötigen, die Möglichkeit
eine hohe Rendite nach Steuern zu erzielen (Schiffsfonds Chancen). Schiffsfonds sind aber
auch hochkomplexe unternehmerische Beteiligungen, die mit einem relativ hohen Risiko verbunden sind. Durch die hohe Dynamik der globalen Wirtschaftskreisläufe kann der
wirtschaftliche Erfolg eines Schiffsfonds auch deutlich unter dem prognostizierten Ergebnis liegen bzw. nicht garantiert werden. Insbesondere können Schwankungen bei Fracht- und
Charterraten, den Kosten der Schiffsherstellung und der Erlöse aus der Verschrottung zu negativen Abweichungen führen.
Die Beteiligung an einem Schiffsfonds ist deshalb nur für Investoren geeignet, die auch bei unerwartet negativer Entwicklung entprechende Verluste verkraften können.
Schiffsbeteiligungen zu Sonderkonditionen: Schiffsbeteiligungen
Alle Angaben ohne Gewähr.
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